Ein Schrein des 20. Jahrhunderts
Die Anlage ist den vergöttlichten Seelen von Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken gewidmet. Sie ist kein Grabmal; die kaiserlichen Gräber befinden sich anderswo. Der Schrein wurde im frühen 20. Jahrhundert geschaffen und nach Kriegszerstörungen wiederaufgebaut. Seine historische Bedeutung liegt damit auch in der Erinnerungspolitik des modernen Japan, nicht nur in einer vermeintlich zeitlosen religiösen Tradition.
Der bewusst angelegte Wald
Der Wald entstand als groß angelegtes Pflanzprojekt und sollte sich langfristig zu einem stabilen Waldraum entwickeln. Heute vermittelt er vielen Besuchern den Eindruck einer viel älteren Naturlandschaft. Die Wege und Torii gliedern die Annäherung an den Schrein. Der Übergang vom Stadtlärm zu Kies, Schatten und hohen Bäumen ist ein wesentlicher Teil des Besuchs.
Religiöser Alltag
Gebete, Votivtafeln und Zeremonien zeigen, dass der Schrein ein aktiver religiöser Ort ist. Besucher können die Anlage betrachten, ohne alle Rituale selbst auszuführen. Hinweisschilder und Absperrungen machen deutlich, welche Bereiche zugänglich sind. Fotografieren sollte sich nach den lokalen Regeln richten, besonders bei Zeremonien und in den inneren Bereichen.
Verbindung mit dem Stadtviertel
Harajuku, Omotesando und Yoyogi liegen in derselben weiteren Umgebung, besitzen aber sehr unterschiedliche Nutzungen. Der Schrein lässt sich deshalb gut mit einem Stadtspaziergang verbinden. Die Erfahrung gewinnt gerade durch den Kontrast zwischen den Orten. Ein ausreichender Zeitrahmen erlaubt, den Waldweg nicht nur als schnellen Zugang zum Hauptgebäude zu behandeln.
Meiji-Schrein auf der Karte
Quellen und weitere Informationen
Meiji-Schrein auf rundreisen.de ↗ (externe Website, neuer Tab)
Historischer und geografischer Hintergrund (Wikipedia) ↗ (externe Website, neuer Tab)
Öffnungszeiten, Zugänge und Fahrpläne können sich ändern. Für den konkreten Besuch gelten die aktuellen Angaben der jeweiligen Einrichtung.

