Eine Insel im Wechsel der Gezeiten
Miyajima ist der geläufige Name der Insel Itsukushima. Ihr berühmtestes Bauwerk steht an einer flachen Bucht: Bei hohem Wasser scheint das große Torii vor dem Schrein zu schwimmen, bei Ebbe wird der Meeresboden sichtbar. Dieser Wechsel verändert den ganzen Ort. Die Aussicht vom Ufer ist daher kein unveränderliches Postkartenmotiv, sondern eine Landschaft, die sich im Tageslauf deutlich wandelt.
Mehr als das rote Tor
Hinter der Uferpromenade liegen Straßen mit Geschäften und kleinen Restaurants. Momiji-Manju, gefülltes Gebäck in Ahornblattform, gehören zu den örtlichen Spezialitäten; ebenso prägen Austern aus der Hiroshima-Bucht die Küche. Abseits der belebten Einkaufsstraße führen Wege zum Daishoin-Tempel und in bewaldete Bereiche. Dort rückt der religiöse Zusammenhang der Insel stärker in den Vordergrund als das bekannte Fotomotiv.
Wald und Berglandschaft
Der Berg Misen bildet den bewaldeten Hintergrund des Küstenorts. Seine Hänge gehören ebenso zum Charakter Miyajimas wie der Schrein. Wanderwege und Seilbahn erschließen unterschiedliche Abschnitte; eine Fahrt ersetzt nicht alle Fußwege. Von höher gelegenen Aussichtspunkten wird sichtbar, wie eng Inseln, Buchten und Schiffsverkehr im Seto-Binnenmeer miteinander verbunden sind.
Miyajima und Hiroshima
Die Insel lässt sich von Hiroshima aus besuchen, entfaltet mit mehr Zeit aber eine andere Atmosphäre. Nach der Abreise vieler Tagesgäste werden die Straßen ruhiger. Eine Übernachtung ermöglicht es, Ufer, Schrein und Dorf zu verschiedenen Tageszeiten zu erleben. Für die Wege am Berg sollte der Besuch getrennt von einem kurzen Aufenthalt am Schrein geplant werden.
Miyajima auf der Karte
Quellen und weitere Informationen
Insel Miyajima auf rundreisen.de ↗ (externe Website, neuer Tab)
Historischer und geografischer Hintergrund (Wikipedia) ↗ (externe Website, neuer Tab)
Öffnungszeiten, Zugänge und Fahrpläne können sich ändern. Für den konkreten Besuch gelten die aktuellen Angaben der jeweiligen Einrichtung.

